Warum die Fläche über die Runde entscheidet
Mit 379,58 Quadratkilometern gehört Templin zu den zehn flächengrößten Städten Deutschlands, bewohnt von gut 15.500 Menschen, also rund 41 je Quadratkilometer. Zur Stadt gehören neben der Kernstadt Ortsteile wie Ahrensdorf, Beutel, Densow, Gandenitz, Gollin, Groß Dölln, Grunewald, Hammelspring, Herzfelde, Hindenburg, Klosterwalde, Petznick, Röddelin, Storkow und Vietmannsdorf, dazu viele kleinere Wohnplätze.
Für einen Revierdienst heißt das: Die Fahrzeit zwischen zwei Objekten kann länger sein als die Kontrolle selbst. Wir bündeln deshalb Objekte, die an derselben Achse liegen, und vereinbaren für jedes Objekt einzeln, wie oft und in welchem Zeitfenster es angefahren wird. Feste Uhrzeiten vermeiden wir, damit Kontrollen nicht vorhersehbar sind.
Die Achsen, an denen sich die Runde orientiert
Das Netz ist überschaubar und bestimmt die Reihenfolge der Anfahrten:
- B 109 von Zehdenick über Templin nach Prenzlau, mit Ahrensdorf und dem Gewerbepark Templin Süd
- L 23 zwischen Lychen und Joachimsthal, die die Stadt in Ost-West-Richtung quert
- L 100 über Petznick und Henkinshain Richtung Milmersdorf
- Bahnstrecke Löwenberg–Prenzlau mit den Stationen Templin Stadt, Templin und Hammelspring
- Seenrand zwischen Röddelinsee, Stadtsee und Lübbesee mit Ferien- und Freizeitanlagen
Wenn eine Strecke gesperrt ist, wie 2026 die L 100 bei Henkinshain wegen eines Böschungsschadens, passen wir die Reihenfolge an und fahren über die ausgeschilderte Umleitung.
Was in der Kernstadt kontrolliert wird
In der Kernstadt liegen die Objekte dicht beieinander: Läden und Praxen in der Altstadt, Büros und Verwaltung an der Prenzlauer Allee, Hallen im Gewerbepark, dazu die Kuranlagen mit Kurmeile, Bürgergarten und Kurwald. An der Therme in der Dargersdorfer Straße gibt es Wohnmobilstellplätze, an denen auch nachts Bewegung ist.
Für Gewerbe und Handel sind Schließkontrollen typisch: Wir prüfen nach Geschäftsschluss Türen, Rolltore und Fenster, sehen auf Hinterhöfe und Anlieferzonen und melden offene Zugänge sofort an Sie. Auf Wunsch schließen wir abends ab oder öffnen morgens für Reinigungsfirmen und Handwerker.
Objekte in den Ortsteilen
In Dörfern wie Klosterwalde, Vietmannsdorf oder Gollin stehen Gaststätten, Ferienhäuser, Hofanlagen, Kirchen und Gemeinderäume, die außerhalb der Saison oder nach Feierabend unbeaufsichtigt sind. In Groß Dölln kommen Betriebe auf dem früheren Flugplatzgelände hinzu. Gerade dort, wo nachts niemand vorbeifährt, ist eine sichtbare Kontrolle in unregelmäßigen Abständen sinnvoll.
Bei jedem Besuch halten wir fest, wann wir da waren, was wir geprüft haben und ob etwas aufgefallen ist. Den Bericht erhalten Sie nach der Schicht oder gesammelt zum Monatsende, je nachdem, was Sie brauchen.
Alarmverfolgung und Organisation
Ist Ihre Alarmanlage auf eine Empfangsstelle aufgeschaltet, kann diese uns im Alarmfall beauftragen. Wir fahren dann nach Ihrer Meldekette hin, prüfen das Objekt von außen und mit Ihrem Einverständnis von innen, informieren bei Bedarf die Polizei und sichern den Zustand bis zum Eintreffen Ihres Verantwortlichen. Wie lange die Anfahrt dauert, hängt vom Ortsteil und von der Runde ab, die gerade läuft. Das besprechen wir offen mit Ihnen, statt pauschale Zeiten zu versprechen.
Templin gehört zu unserer Kernregion Nord. Geplant wird aus unserer Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81, eingesetzt wird Personal aus unserem eigenen Stamm mit Unterrichtung oder Sachkunde nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung unter Revier- und Interventionsdienste, zum Land unter Revierdienst in Brandenburg, für die Nachbarstadt an der B 109 unter Sicherheitsdienst Prenzlau.
Saison und Ferienzeit
Als Thermalsoleheilbad mit Seen wie Lübbesee und Röddelinsee hat Templin Zeiten mit vielen Gästen und Zeiten, in denen Ferienunterkünfte und Gaststätten wochenlang leer stehen. Wir passen die Häufigkeit der Kontrollen an diese Phasen an: In der Nebensaison prüfen wir leere Häuser enger, in der Hauptsaison achten wir eher auf Parkplätze, Stellplätze und Zufahrten, an denen sich abends viele Menschen bewegen.
Kosten im Revierdienst
Auch im Revierdienst orientieren wir uns an einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde, umgelegt auf die Zeit, die Ihre Objekte in der Runde beanspruchen. Bei Objekten in der Kernstadt ist dieser Anteil klein, weil viele Kontrollen auf engem Raum liegen. Ein einzelnes Haus in einem abgelegenen Ortsteil braucht mehr Fahrzeit und wird entsprechend anders bewertet. Auch die Zahl der Kontrollen pro Nacht und Wochenendanteile spielen eine Rolle.


